Bushwalk mit Pflanzenkunde und Honigverkostung in Waikawa

Unsere letzte Staion auf der Südinsel war eine hübsche, abseits gelegene Unterkunft in den Bergen hinter Waikawa. Die Unterkunft liegt 10 minuten von Waikawa und 15 Minuten von Picton entfernt. So nahe an Picton macht Sinn, da wir ja von Picton aus die Fähre am Freitag erreichen müssen.

Unsere Gastgeber, ein Neuseeländisches Ehepaar, hat vor Jahren das Haus mit insgesamt über 10 Hektar Land gekauft. Es befindet sich an einem mit Farnwald bewachsenen Berghang. Auf dem großen Gründstück haben die Eigentümer eigene kleine Wanderwege angelegt. Da das Gelände recht alpinen Charakter hat (zumindest von der Steilheit her) ist das Anlegen von Wanderwegen in dieser Gegend echt eine respektable Leistung. Dave, der Eigentümer, arbeitet tagsüber in einem normalen Job und nebenher macht er Honig. Er hat viele Bienenvölker und er macht 5-6 verschiedene Honigsorten. Je nach Blütezeit der unterschiedlichen Bäume, Blumen und Büsche gibt es dann unterschiedliche Honigsorten. Bei einer Honigverkostung hat er uns alle Honigsorten durchprobieren lassen. Wirklich spannend. Wir haben dann über einige mögliche Rezepte mit Honig gesprochen, da Honig noch nicht in der neuseeländischen Küche angekommen ist.

Nach der Verkostung haben wir mit Dave einen Bushwalk in seinem Wald, an seinem Berg gemacht. Es ging in Serpentinen steil hinauf, gut 150 Höhenmeter, vorbei an einem kleinen Wasserfall, wir haben das Wasser getrunken – sehr lecker, es kommt direkt vom Berg, und oben am Berg ist nichts außer Natur. Dann ging es weiter hinauf zu einer kleinen versteckten Hütte, wo Dave uns einen Kaffee servierte. Man hat einen tollen Ausblick über den Queen Charlotte Sound.

Nach dem Ausflug haben wir im Ort noch eine Pizza gegessen, war sehr lecker (Hünchen, Brie-Käse und Preiselbeeren. Für die Kinder war zu viel Käse auf der Pizza, da ist hier aber überall so – eine dünne Pizza mit wenig Käse – so dass auch der Belag eine Chance hat, zur Geltung zu kommen – gibt es glaube ich nur in Europa, und auch dort nur bei ganz wenigen Pizzerien. Zum Glück ist eine davon in Eppstein (Danke Pipistrello).

Am nächsten Morgen ging es dann schon auf die Fähre. Nach einem wiederholt wunderbaren Frühstück mit Jen und Dave machten wir uns dann auf den Weg zum Checkin der Interislander Fähre. Alles lief wie geplant, die Überfahrt war etwas rau. Bei der Fähre konnte man vorne am Bug auf einen Ausguck – dort war es so windig, dass einem das Wasser von den Wellen die gegen das Schiff schlugen ins Gesicht spritzte, obwohl wir gut 20 Meter über der Wasseroberfläche waren. Schön wars. Die Überfahrt dauert kürzer als gedacht, da wir viel Rückenwind hatten. Auf den 80 Seemeilen von Picton nach Wellington hat das 20 Minuten ausgemacht.

Angekommen in Wellington ging es direkt nach Porirua, wo wir im schicken Stadtteil Whitby ein halbes Stockwerk eines Hauses bewohnen. Die Gastgeber sind wieder sehr nett, ein Pärchen aus Paris das vor Jahren nach Neuseeland zog um Ihre Work-Life-Balance zu verbessern. Sie haben auch Kinder und einen kleinen Hund – Lotte ist also Happy, sie spielt den ganzen Tag mit dem Welpen.

Gestern (Samstag) waren wir Abends noch indisch essen – es gibt einen tollen Inder hier in Whitby, für umgerechnet 60.- EUR sind wir alle sehr satt geworden. Gut, dass wir vorher einen Tisch reserviert hatten, denn das Restaurant ist aus allen Nähten geplatzt.

Heute (Sonntag) regnet es leicht, es soll erst am Nachmittag aufheitern. Wir fahren vermutlich die 30 Minuten an die Waterfront in Wellington und besuchen im Museum die „Alice im Wunderland“ Ausstellung.

1 Comment

  1. Eine schöne, blaue, grüne, gelbe und rote Zirpe habe ich auf dem Bildschirm. Bushwalk mit Pflanzenkunde und Honigverkostung. Mit dem reparierten Auto 200 km nach Picton/Waikawa gefahren und jetzt schon in Porirua. Ihr seht wirklich ein Teil von der Welt!
    Alles Gute Christl

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