Oamaru – die Rückkehr der Zwergpinguine

Gestern sind wir in Oamaru angekommen. Das ist an der Ostküste der Südinsel zwischen Christchurch und Dunedin. Dort gibt es eine Pinguin-Kolonie – auf der einen Seite der kleinen Halbinsel brüten die Zwergpinguine („blue penguines“), das ist die kleinste Pinguin-Art die es gibt. Sie werden 1 kg schwer und ca. 30-40 cm groß. Die Pinguine verlassen vor Sonnenaufgang ihre Brut und gehen den ganzen Tag (gut 12-16 h) auf die Jagd nach heringsähnlichen Fischen, Krebstieren und kleinen Kalmaren. In dieser Zeit führen sie bis zu 1000 Tauchgänge (je Tag, je Tier) durch. Ein Teil der Nahrung wird aufgehoben, um später die Brut damit zu versorgen.

Jeder Pinguin geht dabei alleine auf Jagd. Erst auf der Rückkehr finden sich die Tiere zu kleinen Gruppen von 10-50 Pinguinen zusammen und kehren dann gemeinsam zurück zur Kolonie.

In Oamaru kann man die Pinguine sehr gut beobachten. Wenn man Eintritt bezahlt, kann man direkt an den Felsen sitzen und einer der Pinguinforscher erklärt sehr tiefgehend alles zum Thema Pinguin. Es war wirklich sehr interessant und zwischen 21:00 und 22:00 Uhr kamen auch die ersten Gruppen Pinguine zurück. Fotografieren war leider nicht erlaubt und man musste ganz still sein. Es war auch zu dunkel zum Fotografieren. Die Felsen werden mit einem orangefarbenen Licht angestrahlt – das nehmen die Pinguine nicht wahr, da Ihr Lichtspektrum auf Blau- und Grüntöne spezialisiert ist. So konnten wir gut beobachten, die Pinguine waren nicht gestört, und selbst die Kinder waren sehr geduldig. Manche Erwachsene waren nicht so geduldig – da fragt man sich, warum die zur Tierbeobachtung gehen, wenn Sie nicht mal eine halbe Stunde warten können.

Bild eines Zwergpinguins (Quelle: Wikipedia)
Eudyptula minor Phillip Island

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