Takaka Hills Höhlentour, Hawkes Lookout, Quelltopf

Nach dem Brötchenschmieren ging es los, 30 Minuten nur Kurven (das einzige gerade Stück war 30 Meter lang). Hoch oben, ca. 400 m über dem Meer parkten wir dann am Einstieg der Höhle. Die Höhle wurde ca. 1870 von einem Landvermesser entdeckt, 1920 zum Schutz geschlossen (weil viele dort die Stalagmiten und Stalagtiten abgebrochen und mitgenommen haben). Erst 1970 wurde die Höhle dann der Öffentlichkeit richtig zugänglich gemacht. Der Einstieg am unteren Punkt ist ca. 200 m vom Ausstieg entfernt.

In der Höhle hat man zahlreiche Moa-Skelette, Kiwi-Skelette und andere Tierskelette gefunden – der ganze Berg ist mit sogenannten Potholes übersät, d.h. es gibt zugewachsene Löcher in denen es bis zu 100m tief senkrecht hinab geht – man muss also oben auf dem Berg auf den markierten Wegen bleiben. Sonst endet man so wie der Moa – der ist vor 24.950 Jahren in so ein Loch gefallen, und in der Höhle verendet.

Ausstieg mitten auf dem Berg

Nach 1 h durch die Höhle bei frischen 11 Grad wurden wir erstmal von der Sonne geblendet. Übrigens in der Höhle hat der Guide mal das Licht für 1 Minute komplett ausgemacht, und wir sollten unsere Kameras etc. abschalten – das war echt unheimlich. Einfach nur schwarz, einfach dunkel. Wenn man da an die Thai-Fußballmannschaft denkt, die 15 Tage in der Höhle bei völliger Dunkelheit saß – unvorstellbar.

Nach der Höhlentour sind wir dann zu einem sogenannten „Scenic Lookout“ gefahren, wo man einen tollen Blick über die Gegend hat. Wir waren sogar über den Wolken. Der kurze Stop an „Hawkes Lookout“ lohnt sich auf jeden Fall.

Blick Hawkes Lookout (Takaka Hill) in Richtung Tasman Bay, Süd-Osten

Jetzt ging es die kurvenreiche Strecke wieder hinab, um dann noch etwas Richtung Westen in das Tal zu fahren, das wir eben noch von oben bewundert haben. Das ganze Höhlensystem der Takaka Hills entwässert nämlich dort hin. Dort gibt es einen Quelltopf, wo das 10-12 Grad kalte Wasser aus dem Boden hoch quillt und einen ansehnlichen Bach bildet. Man kann darin schwimmen – muss man aber nicht. Paul, Lotte und Nicole haben es gewagt. Lotte: „A****kalt ist untertrieben“. Nicole: „Schmerzhaft kalt!“. Paul: „Das war schmerzhaft!“.

Der Quelltopf, die sogenannte „Riwaka Resurgence“

Nach dieser körperlichen Auszehrung sind wir noch schnell in den nächst größeren Ort Motueka gefahren, um noch Getränke und Proviant für die Weiterfahrt Morgen nach Westport zu holen. Auch ein Cafe haben wir besucht, dass in einem wunderbaren Hinterhof unter großen Bäumen leckere Kuchen und einen guten Capuccino anbietet.

Morgen geht es dann an die Westküste der Südinsel, nach Westport.

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